Fuss- und Veloverkehrskonzept 2030 (copy 1)
Zu Fuss oder mit dem Velo sicher und komfortabel ans Ziel
Komfortabel mit dem Velo oder zu Fuss in Frauenfeld unterwegs sein: Dieses Ziel ist das Kernstück des neuen Fuss- und Veloverkehrskonzeptes 2030 der Stadt Frauenfeld. Insgesamt sind über 30 Massnahmen notwendig, um die ambitionierten Ziele zum Fuss- und Veloverkehr aus dem Konzept «Mobilität 2030» zu erreichen.
In den letzten rund 18 Monaten erarbeitete das Amt für Tiefbau und Verkehr ein Fuss- und Veloverkehrskonzept für die Stadt Frauenfeld (siehe Box rechts). Dieses Konzept basiert auf bestehenden Planungsgrundlagen, insbesondere dem Konzept «Mobilität 2030» und dem Richtplan Verkehr. Zusammen mit einer Projektbegleitgruppe bestehend aus Vertretern von verschiedenen Ämtern und Interessengruppen sowie einer externen Begleitung entwickelte das Amt eine Netzphilosophie für den Fuss- und den Veloverkehr. Beim Fussverkehr steht eine «flächige» Verbesserung rund um die Quartierzentren und die Innenstadt im Vordergrund. Zudem soll die Schulwegsicherheit weiter erhöht werden. Beim Veloverkehr soll ein Komfortroutennetz zum Stadtzentrum entstehen. Ziel ist es, die bisher heterogene Veloinfrastruktur zu einem zusammenhängenden Netz auszubauen. Jedes Quartier soll mindestens eine direkte sowie eine komfortable Veloroute ins Stadtzentrum erhalten. Dieses Netz soll die Basis bilden, um den künftigen Mehrverkehr in der Stadt Frauenfeld zu einem möglichst grossen Teil mit dem Fuss- und Veloverkehr aufzufangen.
Zusammenhängendes Routennetz
Das neue Veloroutennetz besteht aus Direkt- und Komfortrouten. Die Direktrouten sind für geübte Velofahrende und führen entlang der Hauptachsen, meist auf Radstreifen, direkt ins Zentrum. Als Rückgrat für das künftige Komfortroutennetz dient der Regionale Radweg in Bahnnähe. Die Komfortrouten führen nicht auf dem direktesten Weg ins Zentrum, sondern durch angenehmer zu fahrende, verkehrsberuhigte Zonen. Wo dies nicht möglich ist, werden Massnahmen umgesetzt, die den Ansprüchen an die objektive und subjektive Sicherheit genügen. Die Ansprüche an den Fahrkomfort sind hoch, so dass sich weniger geübte Velofahrende, Familien und Jugendliche wohlfühlen sollen. Insgesamt sind 15 solcher Komfortrouten vorgesehen.
Weitere Massnahmen geplant
Damit der Fuss- und Veloverkehr nachhaltig gefördert wird, sieht das Fuss- und Veloverkehrskonzept 15 weitere Massnahmen wie temporäre Signalisationen, Smart-Mobility und Velo-Sharing vor. Die Umsetzung der Massnahmen soll grösstenteils bis ins Jahr 2026 erfolgen. Insbesondere die Infrastrukturmassnahmen im Stadtzentrum sind teilweise vom Variantenentscheid einer zentrumsnahmen Stadtentlastung abhängig. Insgesamt ist zur Umsetzung des Fuss- und Veloverkehrskonzepts für die nächsten sechs Jahre mit Kosten von durchschnittlich 300'000 bis 400'000 Franken pro Jahr zu rechnen.
Grosses Potenzial auf kurzen Strecken
Wie eine Studie des Kantons Zürich zu Veloschnellrouten gezeigt hat, bringen Investitionen in diesem Verkehrsbereich nicht nur eine Entlastung vom motorisierten Individualverkehr, sondern auch einen hohen Gesundheitsnutzen. Insbesondere auf kurzen Strecken bis fünf Kilometern wird dem flächeneffizienten Fuss- und Veloverkehr grosses Potenzial zugesprochen. Der Stadtrat sieht die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs als weiteren Baustein, um eine stadtverträgliche Mobilität sicherzustellen. Das Konzept soll die bisher schon rollende Planung unterstützen. Da die Interessen in diesem Bereich sehr unterschiedlich sind, unterbreitet der Stadtrat das neue Fuss- und Veloverkehrskonzept ab Mitte April den Parteien, Quartiervereinen und Interessengruppen zur Stellungnahme (Fragenkatalog: siehe Box rechts).
Fuss- und Veloverkehrskonzept 2030
Medienmitteilung vom 11.4.2019
MM_Fuss- & Veloverkehrskonzept_190411 [PDF, 76.0 KB]
Bericht für die Bekanntmachung
Fuss- & Veloverkehrskonzept Bericht_Bekanntmachung [PDF, 2.00 MB]
Anhang Massnahmenblätter
Fuss- & Veloverkehrskonzept Anhang_Massnahmenblaetter [PDF, 4.00 MB]
Fragenkatalog für die Stellungnahme zur Bekanntmachung
Rückmeldungen zum Fuss- und Veloverkehrskonzept 2019 sind bis zum 30. Juni 2019 zu richten an:
Amt für Tiefbau und Verkehr Frauenfeld, Schlossmühlestrasse 7, 8501 Frauenfeld / tiefbauamt@stadtfrauenfeld.ch
Öffentliche Info-Veranstaltung am 23. April 2019
Das Konzept wird im Rahmen der öffentlichen Input-Veranstaltung der IG Velo Frauenfeld vom 23. April 2019, 19.00 Uhr im Pavillon des Murg-Auen-Parks vorgestellt. Die Veranstaltung ist öffentlich und eine Anmeldung ist nicht notwendig.