Aufwertung Innenstadt

Altstadt Frauenfeld

Frauenfeld will eine lebendige Innenstadt

Die Stadt Frauenfeld plant auch im Jahr 2017 zahlreiche Massnahmen, um die Innenstadt aufzuwerten und zu beleben. Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Frauenfelder Innenstadt (IG FIT) werden zahlreiche Aktionen durchgeführt. Zudem soll die im Jahr 2016 eingeführte Begegnungszone in den nächsten Jahren auf die ganze Altstadt ausgeweitet werden. Hierbei folgt die Stadt dem Wunsch breiter Teile der Bevölkerung nach Verweil-, Flanier- und Erholungsmöglichkeiten.

Die Innenstadt von Frauenfeld bietet mit ihrem breiten Konsum- und Kulturangebot, ihrer charmanten Altstadt und ihren vielseitig nutzbaren Plätzen und Strassenräumen die Rahmenbedingungen für ein lebendiges Stadtzentrum. Dennoch wird sie mehr als Verkehrs- oder Durchgangsraum wahrgenommen, denn als Ort, wo man sich trifft und verweilt. Die Aufwertung der Innenstadt ist deshalb ein wichtiges Schlüsselprojekt der Stadtentwicklung.

Neue Entwicklung dank Begegnungszone
Die definitive Einführung der Begegnungszone in der Zürcherstrasse im Sommer 2016 und die zahlreichen Veranstaltungen, die in letzter Zeit in der Altstadt stattgefunden haben, tragen zu einer veränderten Wahrnehmung bei. Mehr Menschen flanieren seither durch die Altstadt. Von verschiedenen Seiten werden weitere Massnahmen zur Aufwertung in der Altstadt und Innenstadt gewünscht. Dies bestätigt, dass die Stadt mit dem Entscheid für die Begegnungszone den richtigen Weg eingeschlagen hat.

Impulse setzen für eine lebendige Innenstadt
Diese Entwicklung will die Stadt nutzen, um die Attraktivität der Altstadt und der Innenstadt weiter zu fördern. Zum einen soll die Begegnungszone im Laufe der nächsten Jahre auf die gesamte Altstadt ausgeweitet werden. Zum anderen will die Stadt die Veranstaltungen und Massnahmen, die sie gemeinsam mit der IG FIT organisiert, weiter pflegen und ausbauen. Hierzu zählen beispielsweise das Winzerfest, das Herbst- & Erntefest, das Night-Shopping oder verschiedene Aktionen wie die Sitzsäcke und die 2016 erstmals eingerichteten Wohnzimmer-Installationen.

Die Stadt und die IG FIT werden auch diesen Frühling und Sommer gemeinsam Impulse in der Innenstadt setzen: Bis Ostern werden die Haupt-Zufahrtsstrassen zur Innenstadt mit Begrüssungstafeln in Form von bunten Stelen markiert. Die visuellen Interventionen werden die Innenstadt in den Fokus der Passantinnen und Passanten rücken. Dazu werden verschiedene Aktionen folgen. So kann sich die Innenstadt in der Wahrnehmung der Bevölkerung von einem Verkehrsort zunehmend zu einem Treffpunkt mit attraktiven Angeboten und Begegnungs- sowie Verweilmöglichkeiten weiterentwickeln.

Breites Bedürfnis nach Verweil-, Flanier- und Erholungsmöglichkeiten
Mit dem Ziel, die Begegnungszone auf die gesamte Altstadt auszuweiten, wird die Stadt nun die Planung für eine bauliche Umgestaltung der Freie-Strasse angehen. Hierbei stützt sie sich auf repräsentative Befragungen zur Stadtentwicklung, zahlreiche Gespräche mit Anwohnenden in der Altstadt und den Detaillisten und Gastronomen der Innenstadt sowie Rückmeldungen, die sie im Rahmen einer Bevölkerungsbefragung im letzten Herbst erhalten hat (siehe Box rechts).

Die Rückmeldungen zeigen ein klares Bedürfnis in der Bevölkerung: Die Innenstadt und insbesondere die Altstadt sollen zu einem Ort werden, wo man seine Freunde treffen, sich erholen und mit seinen Kindern verweilen kann, wo regelmässige Veranstaltungen stattfinden wie Feste und Märkte, Konzerte, Theateraufführungen oder das Open-Air-Kino. Gewünscht werden auch mehr Aussenflächen für gastronomische Angebote und Auslagen für Geschäfte sowie mehr Abstellplätze für Velos.

Weniger Einigkeit herrscht in der Frage nach dem richtigen Mass an motorisiertem Verkehr in der Altstadt. Die Stadt will in dieser Frage einen Weg finden, der für alle ein Gewinn ist. Für eine lebendige Altstadt ist eine gute Erreichbarkeit für alle Verkehrsteilnehmenden sicherzustellen, weshalb das heutige Zufahrtsregime nicht in Frage gestellt wird. Eine flexible Nutzung des Strassenraums – für Veranstaltungen, Aussenwirtschaften, Auslagen und Infrastruktur – bedingt allenfalls eine Reduktion bestehender Parkplätze.

Umgestaltung der Freie-Strasse bis 2019 geplant
Es ist nun die Aufgabe der städtischen Planer, die Aufwertungsmassnahmen in der Altstadt, speziell in der Freie-Strasse, gemäss den Wünschen und Anregungen auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen und zu bewerten. Sie werden zuhanden des Stadtrates Szenarien erarbeiten, wie und in welchem Umfang die gewünschten räumlichen Angebote in der Innenstadt geschaffen werden können. Das Ziel ist es, die Freie-Strasse im Jahr 2019 umzugestalten. Im Rahmen der Planungen werden sich auch der Gemeinderat, die Bevölkerung, das Gewerbe und die Eigentümer wieder­um einbringen können.



Begegnungszone in der Altstadt definitiv

(Beitrag vom 8. Juli 2016)

Anfangs August wurde die Begegnungszone in der Frauenfelder Altstadt nach einem über einjährigen Versuchsbetrieb  definitiv eingeführt. Die Altstadt profitiert von der Verkehrsberuhigung und der Belebung deutlich. Dies belegen Interviews mit Anwohnenden, Ladenbesitzern, Gastronomen sowie Passantinnen und Passanten. Weitere Verbesserungsmassnahmen sind aber erwünscht und werden geprüft.

Die Begegnungszone stösst weitherum auf Akzeptanz. Die Dynamik und der Charakter der Altstadt haben sich vorteilhaft verändert – der Lebensraum hat an Qualität gewonnen. Vor diesem Hintergrund hatte der Stadtrat im Februar beschlossen, die Begegnungszone definitiv einzuführen.

Freiräume lassen vielerlei Aktivitäten zu
Mit der Begegnungszone wurde in der Altstadt ein Vortrittsrecht für Fussgänger eingeführt und die maximale Fahrgeschwindigkeit auf 20 km/h verringert. Im Abschnitt der Zürcherstrasse gilt für Samstag und Sonntag ein Fahrverbot für Motorfahrzeuge, hingegen ist werktags von 6 bis 20 Uhr die Zufahrt erlaubt. Die Parkplätze wurden in diesem Abschnitt von 20 auf 10 reduziert.

Die neu geschaffenen Freiräume lassen vielerlei Aktivitäten zu und tragen zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung bei. Seit der versuchsweisen Einführung der Begegnungszone fanden diverse Veranstaltungen wie Strassenkonzerte, Feste oder Night-Shopping statt, was insgesamt auf hohe Resonanz stiess.

Viele Geschäfte und Restaurants haben ihr Angebot stärker auf den Strassenraum ausgerichtet. Passantinnen und Passanten flanieren heute mehr als früher durch die Altstadt. Und die Neuerungen haben sich auch während der kälteren Jahreszeit bewährt. Dank Attraktionen wie dem Weihnachtsmarkt oder der neuen Weihnachtsbeleuchtung war die Begegnungszone auch in den Wintermonaten belebt.

Begegnungszone geniesst hohe Akzeptanz
Während der Pilotphase hat der Stadtrat die Entwicklung in der Altstadt aufmerksam beobachtet. Zudem stand die Behörde während der ganzen Zeit in engem Kontakt mit der IG FIT, der Vereinigung der Detaillisten und Gastronomen, die in den vergangenen Monaten wichtige Gestaltungsimpulse gegeben hat.

Seinen Entscheid, die Begegnungszone definitiv einzuführen, stützt der Stadtrat auf eine fundierte Analyse. Während der bisherigen Versuchsdauer wurden eine qualitative Erhebung mit Interviews mit Ladenbesitzern, Gastronomen, Anwohnern sowie Passantinnen und Passanten durchgeführt. Die letzten rund 40 von rund 120 Gesprächen fanden im Januar statt.

Das Endergebnis bescheinigt der Begegnungszone eine ungebrochen hohe Akzeptanz und bestätigt somit den Eindruck, der im Verlauf des Jahres entstanden ist. Die Altstadt wird sowohl von Einheimischen als auch von Auswärtigen neu entdeckt. Insbesondere an den Samstagen wird der neu geschaffene Freiraum als Flanierzone geschätzt: Man lässt sich Zeit zum Einkaufen und trifft sich auf einen Schwatz.

Langfristiger Erfolg erfordert Kontinuität
Die Umsätze im ansässigen Detailhandel haben während der Versuchsphase durchschnittlich einen leichten Rückgang erlitten. In manchen Fällen konnten sie aber auch gehalten werden, was unter dem Eindruck der Frankenstärke, der konkurrierenden Einkaufszentren sowie der vielfältigen Online-Angebote als Erfolg zu bewerten ist. Passantinnen und Passanten schätzen das gemütliche Ambiente sowie die persönliche Beratung in den Läden und die Qualität der Produkte und Dienstleistungen. Den Gastronomiebetrieben ist es sogar gelungen, ihre Umsätze markant zu steigern.

Die Studie zeigte aber auch, dass für den langfristigen Erfolg Kontinuität erforderlich ist und in verschiedenen Punkten Optimierungsbedarf besteht. Allgemein sprachen sich die Befragten für weniger, dafür regelmässig stattfindende Veranstaltungen aus. Bei den Ladenöffnungszeiten wird eine Harmonisierung gewünscht. Und die Aussengestaltung (Beflaggung und Möblierung) überzeugt noch nicht alle Besucherinnen und Besucher vollends.

Aufwertung von weiteren Gebieten der Innenstadt als Ziel
Die Begegnungszone in der Altstadt beschränkt sich auf die Bereiche von Zürcherstrasse, Kirch- und Mittelgasse, die auf gleichem Höhenniveau liegen. Die Befragung hat ergeben, dass die Aufwertungsmassnahmen aus dem Versuchsbetrieb jedoch über die ganze Altstadt weiter zu pflegen und qualitativ zu entwickeln sind. Es ist mittelfristig das Ziel der Stadt, in weiteren Gebieten der Innenstadt ebenfalls eine räumliche Aufwertung zu erreichen, insbesondere in der gesamten Freie-Strasse.

Bericht zur Erhebung der Begegnungszone von swissbrandexperts (25.1.2016)  [PDF, 830 KB]



Begegnungszone als Testphase in Betrieb

(Beitrag vom 23. Mai 2015)

Seit dem 23. Mai geniessen die Fussgängerinnen und Fussgänger in der Altstadt von Frauenfeld Vortritt. Mit der Enthüllung eines Würfels beim Meitlibrunnen wurde die Begegnungszone im Stadtzentrum in Betrieb genommen. Sowohl Stadtammann Carlo Parolari wie auch Christian Wälchli von der IG FIT, Bauvorsteher Urs Müller sowie Heinz Egli vom Amt für Stadtentwicklung und Standortförderung freuten sich in ihren Reden über die Chancen, die sich diesem Teil der Stadt mit dieser Verkehrsregelung eröffnen. Überaus zahlreiche Besucherinnen und Besucher nahmen an der Eröffnung teil, darunter der Stadtpräsident in spe, Anders Stokholm, und Stadträtin Elsbeth Aepli Stettler.

Weitere Fotos von der Eröffnung gibt's hier


 

Aufwertung der Innenstadt als eines wichtigen Identifikationsortes von Frauenfeld

Im Projekt «Innenstadt» geht es planerisch um die historische Altstadt und ihre nähere Umgebung. Die Innenstadt prägte stets das Image von Frauenfeld gegenüber Einheimischen und Gästen. Die Entwicklung der Innenstadt wird wesentlich zur künftigen Identität Frauenfelds als Kantonshauptstadt beitragen. Die Altstadt hat sich immer wieder den Anforderungen der Zeit angepasst. Sie ist heute Teil des erweiterten Stadtzentrums und zusehends abhängig von äusseren Veränderungen. Im Projekt werden die Potenziale der Entwicklung Innenstadt in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Akteuren analysiert und mögliche Massnahmen zur Aufwertung sowie für einen künftigen Nutzungsmix erarbeitet. Beleuchtet werden der allgemeine Strukturwandel im Detailhandel und Trends, aber auch spezifische Nutzungsansprüche wie Wohnen, Einkaufen, Gastronomie, öffentlicher Raum und Verkehr.

Beiträge

Ziele

  • Aufwertung und Entlastung der Innenstadt
  • Nachhaltiger Nutzungsmix erreichen
  • Repräsentation der Kantonshauptstadt
  • Zusammenarbeit mit den wichtigsten Akteuren

Auftrag

  • Massnahmen für einen wirtschaftlichen Nutzungsmix erarbeiten
  • Repräsentation der Kantonshauptstadt verbessern
  • Engagement, Kooperation und Mitwirkung der wichtigsten Akteure

Übersichtsplan

Interessengemeinschaft Frauenfelder Innenstadt IG FIT