Ein Prozess mit vielen Beteiligten

Stadtentwicklung ist ein anhaltender und komplexer Prozess. Es gilt zu erkennen, wo Handlungsbedarf besteht (z.B. bei Verkehrsengpässen), welche Bedürfnisse die verschiedenen Akteure der Stadt haben (z.B. Gewerbetreibende, Quartierbewohner etc.) und wo Handlungsmöglichkeiten bestehen (z.B. frei werdende Areale oder private Investitionssinteressen). Im Weiteren muss die Stadtentwicklung in Frauenfeld auch den räumlichen Entwicklungsbedarf der Region und der Nachbargemeinden sowie Vorgaben des Bundes und des Kantons berücksichtigen.

Stadtentwicklung ist nicht vollends planbar
Stadtentwicklung ist kein geradliniger Prozess, sondern geschieht Schritt für Schritt im Austausch und in Abstimmung mit den verschiedenen Anspruchsgruppen. Dazu zählen unter anderem: Einwohner, Behörden, Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft, Vertreter aus Verbänden und Interessengruppen. Dieser Prozess ist vor Rückschritten und Kursänderungen nicht gefeit: zum Beispiel wenn geplante Massnahmen von der Stimmbevölkerung abgelehnt werden oder sich wichtige Rahmenbedingungen ändern.

Einbezug der Bevölkerung in Frauenfeld
Der Einbezug der Bevölkerung ist eine wichtig Voraussetzung für eine nachhaltige räumliche Entwicklung von Frauenfeld. Die Stadt verfolgt deshalb eine sehr transparente Kommunikationspolitik. Neben diversen Informationsmitteln wie Einwohnerzeitung, Website und Newsletter wird die Bevölkerung immer wieder zur Mitwirkung eingeladen. Zu den entsprechenden Instrumenten zählen regelmässige Bürgerbefragungen, Fokusveranstaltungen zu konkreten Planungsprojekten oder Interviews und Workshops mit Fachvertretern zu spezifischen Vorhaben. Darüber hinaus sind auch Urnenabstimmungen sowie das Parlament wichtige Instrumente zur politischen Mitbestimmung. Dem Stadtrat ist ein breit abgestützter Konsens zu den wichtigen Themen der räumlichen und baulichen Stadtentwicklung ein besonderes Anliegen.