Was wünscht die Bevölkerung?

2013 wurden 1400 Einwohnerinnen und Einwohner nach einem soziologisch fundierten Stichprobenprinzip zu den Themen der räumlichen Stadtentwicklung befragt. Die Fragebogen wurden von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe verteilt und auch wieder bei den Befragten abgeholt. So erzielte man einen hohen Rücklauf und repräsentative Ergebnisse.

Medienbeitrag zur Befragung

Medienmitteilung  [PDF, 60.0 KB]

Ergebnisse der Einwohnerbefragung

Die Ergebnisse aus der repräsentativen Einwohnerbefragung bestätigten weitgehend die Annahmen des Stadtrates und verschiedener Experten zur räumlichen Stadtentwicklung. Drei der vier im 2013 laufenden räumlichen Stadtentwicklungsprojekte – «Stadtentlastung»,  «Bahnhof Plus», «Innenstadt» und «Entwicklung Langdorf» – stiessen mehrheitlich auf Zustimmung bei den befragten Einwohnerinnen und Einwohnern.

Aus den Ergebnissen zog der Stadtrat wichtige Schlüsse für die Planung weiterer Projekte im Rahmen der Stadtentwicklung «Frauenfeld 2030».

Hier erfahren Sie mehr:

Den kompletten Bericht zur Einwohnerbefragung finden Sie hier:

Kurzüberblick Ergebnisse

Standortqualitäten

  • Man lebt gerne in Frauenfeld: Es ist die Summe vieler Qualitäten die Frauenfeld ausmacht. 7 von 17 werden von 67%-88 % als wichtige Haltemotive genannt.
  • Gute Noten für das Stadtbild: Für 67% ist das schöne Ortsbild ein Faktor, der sie in Frauenfeld hält.

Sorgenbarometer

  • Die Verkehrsbelastung schwingt mit rund ¾ (sehr) besorgter Bürger am weitesten oben auf, die Sorge um Kriminalität und Siedlungsentwicklung erreichen Werte über 50%

Mobilität & Verkehr

  • Verkehrsbelastung ist die grösste Sorge
  • Es besteht ein (dringlicher) Bedarf nach einem Mobilitäts-Verkehrskonzept
  • Die Stadtentlastung erhält zwar hohen Zuspruch – das Verkehrsthema ist jedoch in einem grösseren Kontext zu betrachten
  • Die Mehrheit der Bewohner will nicht grundsätzlich auf die Möglichkeit verzichten, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren – ein nicht unbeachtlicher Teil will dies auch in Zukunft hindernisfrei tun können
  • Die Befürworter von Verkehrsberuhigungsmassnahmen, ÖV und Langsamverkehr bilden jedoch die Mehrheit

Bahnhof Plus

  • Klarer Wunsch nach einer sicheren Gestaltung des Bahnhofplatzes und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität
  • Stadtkaserne soll in erster Linie Raum für Arbeiten und (Miet-)Wohnen bieten und soll wichtiger Identifikationsfaktor bleiben
  • Die Stadt wird aufgefordert, sich planerisch und finanziell an der Neugestaltung zu beteiligen

Mehr zum Projekt «Bahnhof Plus»

Innenstadt

  • Die Bewohnerinnen möchten eine Aufwertung der Innenstadt
  • Der Einkauf für den täglichen Bedarf der Haushalte wird überwiegend in der Passage bzw. im Coop im Schlosspark getätigt
  • Man wünscht sich eine Flanier- und Begegnungszone, die zum Shopping und zum Verweilen in Cafés und Restaurants einlädt
  • Die Altstadt spielt eine wichtige Rolle als Identifikationsstandort (kein zweites Zentrum gewünscht)
  • Die Aufwertung der Innenstadt durch Wohnraum wird unterstützt – jedoch nicht spezifisch für Wohlhabende

Mehr zum Projekt «Innenstadt»

Stadtentlastung

  • Drei Viertel sind für die Planung und Realisierung einer Stadtentlastung (Tunnel)
  • Man erhofft sich vor allem eine Entlastung der Innenstadt
  • Für 50% der Befragten sind die hohen Realisierungskosten ein Grund gegen das Projekt

Mehr zum Projekt «Stadtentlastung»

Langdorf

  • Frauenfeld Ost wird nicht als zweites Stadtzentrum wahrgenommen (und soll es auch nicht werden)
  • Ein Wachstum soll in erster Linie durch den Ausbau von (Miet-)Wohnraum und Arbeitsraum bestimmt sein
  • Zusätzlichen Zuspruch erhalten Kulturangebote (Kino)

Mehr zum Projekt «Langdorf»